Schönheit. Lehmbruck & Rodin - Meister der Moderne

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Am Dienstag, den 09.04.2019, fahren wir ins Lehmbruck-Museum nach Duisburg  und widmen uns der Frage nach dem Ideal der Schönheit und der Kunst.




„Was ist schön?“ ist eine der meistgestellten Fragen in der Kunst. Das Ideal der „Schönheit“ in der Kunst ist so ambivalent wie faszinierend. Anhand eines Dialoges von ausgewählten Arbeiten Wilhelm Lehmbrucks mit Skulpturen des französischen Bildhauers Auguste Rodin zeigt die Ausstellung, wie sich das Schönheitsideal und – damit verbunden – das Menschenbild im Wechsel vom 19. zum 20. Jahrhundert verändern. - Seit der Moderne gilt das „Schöne“ nicht mehr als das „Wahre“ und „Gute“, sondern im Gegenteil als das „Schöngemachte“, „Schmeichelnde“ und daher „Unwahre“. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfährt der Begriff der „Schönheit“ damit eine prägnante Umdeutung, die Auguste Rodin so zusammenfasst: „Hässlich in der Kunst ist das, was künstlich ist; was hübsch oder schön zu sein versucht, ohne ausdrucksstark [‚expressif‘] zu sein […].“ Seine Kunst hat auf die nachfolgende Künstlergeneration entscheidenden Einfluss. Auch der 41 Jahre jüngere Lehmbruck beschäftigt sich immer wieder mit Rodin und so finden sich motivische und formale Bezüge im Werk beider Künstler. - Im Unterschied zu Rodin entwirft Lehmbruck eine Ästhetik, die auf einem neuen Verständnis von Proportionen beruht. Seine Formensprache ist klar und beruhigt und dennoch anti-klassisch. Ihm geht es vor allem um die Darstellung einer inneren Wirklichkeit, um das Erfassen eines Ausdrucks im Wesen des Menschen. Seine neue Vorstellung von Schönheit prägt das Menschenbild der Moderne bis in die heutige Zeit. Über eine Fläche von über 1.100 m² spannt sich die Ausstellung und präsentiert mehr als hundert Werke aus allen Schaffensphasen der beiden Jahrhundertkünstler. (zusammengestellt aus der Ankündigung)

Nach einer Stärkung kann jeder den ihn interessierenden Aspekten der vielgestaltigen Ausstellung nochmals nachspüren. (mehr)